Gunnar Wrobel studierte zwei Jahre an der Ruhr-Universität-Bochum Biochemie und entschloss sich dann trotz fehlender Französisch-Kenntnisse für das Hauptstudium der Biotechnologie an der Ecole-Superieure in Strasburg. Die einjährige Diplomarbeit am California Institute of Technology bildete den Abschluss derAusbildung mit einem Abstecher in das Studium und die Simulation vonneuronalen Netzwerken.
Während der Doktorarbeit etablierte er am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg eine Plattform für die Herstellung von Microarrays und lieferte damit die technischeGrundlage für die Arbeit eines zehnköpfigen Teams. Die notwendigeVerarbeitung der über die Arrays gewonnen Datenmengen, kombiniert mit seiner Liebe zur Mathematik und Informatik, verlagerten seinen Tätigkeitsbereich gegen Ende der Doktorarbeit weiter in Richtung Datenauswertung und Bioinformatik.
Aufbauend auf dieser Erfahrung wechselte er für ein weiteres Jahr inder Wissenschaft als Post-Doc an das Biozentrum in Basel, wo er sich weiter von seiner biologischen Ausbildung löste und sich verstärkt im Bereich der Programmierung und dem OpenSource-Projekt Bioconductor engagierte.
Im Jahr 2005 ließ er dann die Biologie hinter sich, um sich der bis dahin schwierigsten, selbst gestellten Aufgabe zu widmen: Der Gründungvon p@rdus, einer Informatik-Firma, die Groupware-Lösungen für kleine und mittelständische Betriebe anbietet. Basis für die Systeme ist die Linux Distribution Gentoo , an der er als aktiver Entwickler mitarbeitet und über die ein Buch geschrieben hat.
Er lebt und arbeitet in Hamburg und gleicht den Überhang am Rechner unter anderem als Schauspieler beim Improvisationstheater aus. Bei Sonne trifft man ihn Abends gelegentlich jonglierend in einem Park an der Alster, bei Regen als Zuhörer auf einer der zahlreichen Lesungen in Hamburg.