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Tue, 30 May 2006
Maßstäbe
Vor einiger Zeit im Nahverkehr zwischen Düsseldorf und Wuppertal. Zwei
Fahrgäste scharen sich um den Schaffner.
Fahrgast 1: "Ich dachte, ich kann bei Ihnen noch ein Ticket
nachlösen. Normalerweise habe ich immer ein Ticket, aber wir mussten
uns beeilen."
Schaffner: "Tut mir leid, aber die Vorschriften wurden in letzter
Zeit verschärft. Es steht auch draußen an den Zügen deutlich
sichtbar, dass sie ein Ticket brauchen wenn sie in den Zug steigen."
Fahrgast 1: "Das geht doch sonst auch immer. Ich fahre doch sonst
auch nie ohne Ticket."
Schaffner: "Wie gesagt, die Vorschriften wurden verschärft. Aber ich
schreibe ihnen jetzt hier rein, dass sie sich sofort bei mir gemeldet
haben. Normalerweise machen die dann nichts und wenn sie noch nie
schwarz gefahren sind, dann werden sie von denen auch nichts hören."
Fahrgast 1 rückt missmutig eine Identifikation heraus, leistet noch
leichten Widerstand, lässt sich aber aufschreiben. Verschwindet im
Hintergrund.
Fahrgast 2: "Ich habe das gleiche Problem. Ich war in Eile. Ich habe
ab Wuppertal ein Anschlußticket nach Hamburg."
Schaffner: "Lassen sie mal sehen..."
Schaffner betrachtet das Dokument lange und eingehend. Dreht und
wiegt es leicht. Runzelt die Stirn.
Schaffner blickt auf, sieht zu, dass er mit dem Rücken zu Fahrgast 1
steht. Blinzelt dann frenetisch mit den Augen.
Schaffner: "Das hier ist ja inklusive City-Ticket. Das geht dann so
in Ordnung."
Blinzel, blinzel.
Fahrgast 2: "Äh... Gut, danke."
Schaffner verschwindet.
Klar, ich hatte wirklich die City-Option für Wuppertal und damit
vielleicht zwei von den vier zwischenliegenden Haltestellen
abgedeckt. Aber hat das wirklich den Unterschied bei den "verschärften
Vorschriften" ausgemacht? Oder war es vielleicht eher die Tatsache,
dass ich als Fahrgast 2 den Durchschnittsdeutschen repräsentiert habe,
während Fahrgast 1 der Ausländer mit marokkanischem Einschlag war?
Das ist das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit, dass mir bewusst wurde,
dass ich nicht gerne Ausländer in Deutschland wäre.
Posted at: 19:07 |
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category: /deutsch/reise
Wie entscheide ich mich richtig?
Lieber Petrus,
hier nochmal die wichtigsten Take-Home-Messages aus unserem letzten
gemeinsamen Seminar. Ich habe leider den Eindruck, dass sie Dir
langsam wieder entgleiten.
- Du musst Dich entscheiden!
- Sich nicht zu entscheiden, bedeutet Stillstand auf dem Weg zum
persönlichen Glück.
- Entscheiden bedeutet die Wahl einer Alternative aus mehreren. Man
kann nicht alles gleichzeitig wollen.
- Bei den Menschen ist es wie beim Wetter: Unbeständigkeit wird
nicht geliebt. Also sei kraftvoll, sicher und fest in Deinen
Entscheidungen.
- Und wenn Du Dich dann entscheidest, bei Gott, entscheide Dich
richtig und gib uns Sonne!
Herzlichst,
Dein engagierter Personal-Trainer aus der erdgebundenen Zweigstelle
von Motivation & more.
Posted at: 13:47 |
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category: /deutsch/rest
Mon, 29 May 2006
New versions of libgeier and taxbird
The taxbird project released new versions of libgeier and taxbird. I
updated the corresponding ebuilds. Just in time for the next round of
payments :) Apparently it is now possible to electronically sign your
transferred data.
Posted at: 10:47 |
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category: /english/technical/gentoo
Duftinternet
Könnte das Internet Gerüche transportieren, ich würde Euch den Duft
von frischem Kaffee und selbstgebackenen Cantuccini schicken.
Guten Morgen, da draußen!
Posted at: 08:41 |
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category: /deutsch/rest
Sun, 28 May 2006
Die dunkle Seite der Tele Novela
Wenn man kein oder fast kein Fernsehen guckt, dann heißt das natürlich
nicht, dass man bedürfnisfrei wäre. Jeder Mensch braucht die
romantischen Geschichten, die das Leben schreibt. Etwas Zuckerwatte
fürs Herz. Die richtige Tele Novela eben.
Nun kann (oder will) ich aber eben nicht den Fernseher für meine
Bedürfnisbefriedigung einschalten. Außerdem bietet das Netz da
ausreichend Unterhaltung. Und vor allem höhere Qualität.
Meine persönliche Tele Novela sind die Herzdamengeschichten. Da kann
ich schmunzeln, lachen und nach Herzenslust glücklich sein. Und das
auf hohem Niveau.
Was ich nicht wusste - oder vielleicht nicht bedacht habe - ist, dass
keine Storyline ohne Dramatik auskommt. Und so rutscht mir doch fast
das Herz in die Hose, wenn in der vorletzten Folge plötzlich ganz
offen das Thema Scheidung diskutiert wird. Eine radikale Plotänderung
wird einfach so in den Raum gestellt. Der nichts-ahnende Zuschauer
sieht schon endlose Abfolgen belangloser One-Night-Stand Sequenzen vor
dem inneren Auge ablaufen. Die monatelange Begeisterung für die
tänzerische Laufbahn des geliebten Paares, das stetige Hoffen auf die
Verkündung von Nachwuchs, für nichts und wieder nichts?
Das kurze Aufatmen am Ende dieser beunruhigenden Folge wird gefolgt
von einem Abstecher in die düsteren Hallen des Todes. Die Qualität der
Folge sei unbestritten. Melancholie und Realitätsbezug pur. Aber der
Zuschauer steht natürlich jetzt vor der alles entscheidenden Frage ob
Merlix der Liebe entsagt, um dann letztendlich sein Leben einsam und
vergessen zu beschließen.
Oh, manchmal fällt das Warten auf die nächste Folge unendlich schwer
...
Posted at: 22:14 |
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category: /deutsch/rest
Zweier-WG
Ich hat eine positive Grundhaltung. Es hat überhaupt keine Haltung,
weder eine gemütsorientierte, noch sonst irgend eine. Die beiden haben
sich in den dreißig Jahren ihres Zusammenlebens eine etwas nonchalante
Art des Beisammenseins angewöhnt: Wie in alternden Beziehungen häufig,
ignoriert man sich geflissentlich.
Dieses, wenngleich wenig harmonische, so doch zumindest friedliche
Zusammenleben hätte sicherlich nochmals die gleiche Zeitspanne
andauern können. Was genau die beiden aus der Bahn geworfen hat, lässt
sich schwierig nachvollziehen. Vermutlich hat sich ich, vom Schicksal
gebeutelt, die positive Grundhaltung angenagt, ein wenig einsam
gefühlt. Notgedrungen mal bei es angeklopft. Hallo gesagt und
gefragt wie es denn so geht. Und dann, wie erwachend, das erste Mal
seit langem den heruntergekommen Zustand von es wahrgenommen.
Mag ich nun anfänglich einfach nach etwas Zweisamkeit gesucht haben,
wäre ich nicht ich, wenn man ich nicht mit einem Augenzwinkern als den
Boss im Haus betrachten könnte. Und ich, so plötzlich in Angesicht zu
Angesicht mit dem haarsträubenden Lotterleben von es, hat nicht lange
gebraucht, um die Peitsche auszupacken.
Oh ja, das lief nicht ohne Streit und Tränen ab. Es zeterte, wimmerte,
drohte mit Verweigerung oder dem todsicheren Auszug. Aber wenn es
eines in den dreißig Jahren nicht gelernt hat, dann Widerstand. Das
geruhsame Couchleben hat eben auch seinen Preis.
So hing der Haussegen eine ganze Weile schief. Ich im "Macherwahn", es
leicht unterwürfig, meist gequält, manchmal schlichtweg zu Tode
erschöpft. Bis ich, leicht mitleidig, manchmal widerstrebend aber doch
immer häufiger der Peitsche ein wenig Zucker hinzugefügt hat. In ganz
privaten, zweisamen Momenten den Blick musternd, manchmal fast
zärtlich über Schultern und Arme gleiten lässt. Anerkennend nickt und
es zwingt ob dieses Anblicks die Mundwinkel nach oben zu ziehen. Denn
ob es will oder nicht, diese Figur hat es in dreißig Jahren noch nie
gemacht.
In diesen kurzen, glücklichen Momenten muss ich sich doch immer leicht
beherrschen. Den Blick bloß nicht weiter nach unten Richtung Hüfte
gleiten lassen. Nicht gleich den nächsten Streit vom Zaun
brechen. Jede Beziehung, und mag sie noch so alt sein, braucht Raum für
Entwicklung.
Aber es wäre wohl auch nicht es, wenn es nicht ab und zu in Saus und
Braus seine Triumphe feiern würde. Abends, auf dem Sofa, wenn ich
halb-komatös und benommen auf dem Sofa liegt. Wenn es die Hand nur
Millimeter bewegen muss, um in die beruhigend knisternde Chipstüte zu
greifen. Wenn es danach auch noch den Rest der Gummibärchen verzehren
darf, um ich letztendlich in ein süßes, umzuckertes Glücks-Koma zu
schicken.
Aber mittlerweile gehen die beiden wieder recht natürlich mit einander
um. Man kennt seine Stärken und Schwächen. Ich kommt abends schnell
nochmal auf die Idee Bälle durch die Luft zu werfen. Es, in langer
Erwartung auf das gemeinsame Abendessen, reißt brutal die Stimmung auf
den Tiefpunkt. Bohrt seine Krallen in den Unterleib, täuscht
Zucker-Mangel vor und lässt im Äußersten die Hände zittrig erscheinen.
Ich, unkonzentriert, fahrig, greift immer häufiger ins Leere und gibt
schließlich entnervt auf. Nur manchmal, manchmal ist ich
sadistisch. Beginnt angesichts der Qualen von es zu grinsen. Kein
freundliches Grinsen. Zwingt es in die Schuhe, treibt es nach draußen,
gibt es die Sporen. Denn es hat eine Laufschwäche. Seit Jahren
schon. Da kann es machen was es will, wenn es darum geht die letzten
Kräfte beim Laufen in hormonelle Glückszustände umzuwandeln, kennt es
keine Grenze. So treibt ich es bis zum Äußersten, erringt den
endgültigen Sieg. Es, dem gefühlten Tode nahe, liegt dann nur noch
ermattet in der Ecke, nicht einmal die Kraft nach Essen zu verlangen
ist noch verblieben. Nur ab und zu ein sanfter Schubs an ich, Richtung
Koma. Später, später wird sich es allerdings erinnern. Was soll man
sagen, die beiden lieben sich, aber die Beziehung ist nicht einfach.
Ich hat mittlerweile wieder seine positive Grundhaltung. Sogar es hat
jetzt etwas Haltung. Und wenn sich eines geändert hat, dann dass
wieder Leben in der Bude ist.
Posted at: 14:08 |
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category: /deutsch/rest
Sat, 27 May 2006
Layman 1.0.0
The management of the central list of overlays for layman has now been
taken over by the Gentoo Overlays team. In addition there have been
requests to allow using several such overlay lists so that you can
easily extend the central list with your personal collection of
overlays. This has now been implemented in layman-1.0.0.
The list at the old url in my dev-space will not be maintained much
longer, so you need to update the tool to get a fresh list of
overlays. Please direct requests for additions/deletions/updates to
the global list of overlays to overlays@gentoo.org from now on.
If there are no major bugs discovered in this version, we are going to
mark the tool stable soon.
Posted at: 12:54 |
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category: /english/technical/gentoo
Fri, 26 May 2006
GroßBlogReineMachen
Da derzeit konstant über 200 Nachrichten aus anderen Blogs ungelesen
in meinem E-Mail-Programm herumlungern muss ein bisschen Kahlschlag
her. Don Dahlmann und MC Winkel als OpelBlogger haben es mir da schon
mal einfach gemacht: Peinliche Aktion sein Blog als
Opel-Werbeplattform um zu funktionieren.
Ein paar Hamburger habe ich auch noch gekillt, obwohl es schon ein
wenig schwierig ist sich von Blogs zu trennen, die man länger gelesen
hat.
Ob die Aktion den Blog-Berg jetzt schmelzen lässt sei noch dahin
gestellt. Denn beim Durchstöbern des Hamburger Blogplanes bin ich noch
auf die Nachtschwester mit diesem Eintrag gestoßen und musste einfach
lachen. Auch ansonsten nette Schreibe, also wieder ein Blog mehr.
Posted at: 12:45 |
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category: /deutsch/rest
Thu, 25 May 2006
Ein kurzer Moment
Während ich so am Monitor vor mich hin arbeite, passiert es durchaus
häufiger, dass in der Peripherie meines Gesichtsfeldes Menschen
vorüber huschen. Nichts besonderes, schließlich steht mein
Schreibtisch ja fast auf dem Bürgersteig. Wie es so mit allem
Alltäglichen ist, nimmt man es schon nach kurzer Zeit nicht mehr wahr.
Dafür wandern die Augen umso schneller vom Monitor weg, wenn die
Bewegung von der gewohnten Norm abweicht. So z.B. das Kleinkind, das
völlig entnervt von seinen Windeln kurz anhält, sich seiner Hose und
Pampers entledigt, um fröhlich strahlend weiter zu laufen. Sekunden
später die hektische Mutter, die hinterher eilt und mit fuchtelnden
Armen versucht den letzten Anschein von Sitte und Anstand zu bewahren.
Heute dann eine Gestalt, die ihren Schritt plötzlich verlangsamt und
so meinen Blick nach Links wandern lässt. Eine hübsche Frau guckt zum
Fenster herein und betrachtet mich. Soweit nichts besonderes. Menschen
sind schließlich neugierig und Wohnungen im Erdgeschoss bieten ja ab
und an interessante Einblicke in das Leben anderer Leute. Trifft sich
der Blick werden die Augen natürlich mit dem Gefühl ertappt worden zu
sein abgewandt, und man eilt weiter.
Die Frau lächelt mich fröhlich an und verlangsamt noch etwas
mehr. Schon eher ungewöhnlich. Als sie dann auch noch beginnt mir
strahlend zu zuwinken, bin ich leicht perplex. Nicht, dass ich mir das
nicht als Standardreaktion von Frauen wünschen würde. Aber Traum und
Realität sind immer noch zwei von einander getrennte Welten.
Und schon ist der Moment vorbei. Alles was ich von meiner Seite auf
die Reihe gebracht habe, war ein selten dämlicher Blick und ein kurzes
Nicken.
Ich habe dann noch ein bisschen gebraucht, um den Moment geistig
weiter zu verarbeiten. Wenn ich auch manchmal etwas langsam sein mag,
es ist mir noch gelungen einen Reim auf die Situation zu machen.
An Stephanie Möller, irgendwo in Hamburg (es gibt Menschen die spuckt
einem Google nicht aus .... ungewohnt):
Ich bin leider nicht der Schnellste mit meinen Reaktionen. Solltest
Du nochmal in der Gegend sein, entweder den Schritt weiter
verlangsamen ;) oder einfach kurz klingeln. Du bist jederzeit
herzlich auf einen Kaffee eingeladen.
Mir gefällt es nämlich weiterhin wunderbar in der Wohnung und ich war
froh, dass es mit der Wohnungssuche in Hamburg so unproblematisch
war. Und wenn ich meine Ex-Maklerin nicht sofort erkenne ist das
kein Zeichen der Missachtung :)
Liebe Grüße,
Gunnar
Posted at: 16:49 |
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category: /deutsch/rest
Mon, 22 May 2006
Layman updates
Recent updates on the global list of overlays that layman uses
included fixes to the java-experimental and java-migration overlays,
addition of the musicbrainz overlay and removal of the outdated
xgl-coffee overlay.
Please don't hesitate to contact me concerning any updates on this
global list. Especially if overlays are outdated. I have no interest
in hurting our users by feeding them crappy ebuilds.
Once overlays.gentoo.org will be up and running the central list of
overlays will be taken over by the overlays team and it will get a
more "official" location. Hopefully that will happen soon.
And thanks to the person that wrote the tips and tricks section of
today's GWN. Was positively surprised to see it featured in there.
Posted at: 22:43 |
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category: /english/technical/gentoo
Finished reorganizing
Completed the rearrangement of the site. It will hopefully stay like
this for a while.
The pyblosxom-plugins ebuild got updated and I managed to add a
calendar so that older entries are available, too. Still some minor
features missing to have everything I would like to have in my blog
but this has time.
Back to work.
Posted at: 08:04 |
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category: /english/personal
Relaxed
Keinen Plan, ob ich den Musiker nun kenne, er Teil des Projektes ist
oder was Grischa mit seiner letzten Mail eigentlich ausdrücken
wollte. Ist auch egal, denn das Zeug ist gut. Wer elektronische Musik
mag ist hier zu Hause: Chungo - #018 - behold a pale horse.
Runterladen, anhören!
(Kudos an Grischa)
Posted at: 00:33 |
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category: /deutsch/rest
Sun, 21 May 2006
Wortfetzen
Dieser Koka-Wein ist etwas ganz Besonderes. Er hilft vor allem gegen
Depressionen.
Posted at: 20:48 |
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category: /deutsch/rest
10 Elemente eines perfekten Tages
In keiner besonderen Reihenfolge:
- singen, obwohl man nicht singen kann
- in der Nacht lachen
- gelobt werden
- sich etwas verlieben
- nervös sein und wieder runter kommen
- nachts, im Nirgendwo, ein dunkles Haus betreten
- eine Blume geschenkt bekommen
- erschöpft sein
- tanzen
- Applaus bekommen
Posted at: 15:18 |
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category: /deutsch/rest
Sat, 20 May 2006
Backen ist Präzisionsarbeit
Kochen ist einfach. Ein wenig schnibbeln, alles in einen Pott werfen,
Feuer machen, umrühren, nachsalzen und fertig. Solange man nicht grob
fahrlässig handelt, ist das Resultat üblicherweise genießbar.
Nicht so beim Backen. Da sind Fehler unverzeihbar und die kleinste
Unachtsamkeit endet meist in einer, manchmal faszinierenden,
Katastrophe. Ich kann mich schon gar nicht mehr daran erinnern, wie
viele Endzustände von Tiramisu ich schon kennen gelernt habe. Das
Bröckchen-Tiramisu war sicherlich der Tiefpunkt meiner Karriere, aber
die schwimmenden Bisquitlöffel in Mascarpone-Sauce lassen mein Herz
auch immer wieder höher schlagen.
Wenn dann nun nach längerer Zeit mal wieder ein Kuchen gefordert wird,
dann kann ich selbst kaum beantworten, warum ich auf die Idee komme
"mal was Neues" auszuprobieren. Ja, natürlich, der Bienenstich meiner
Schwester am letzten Wochenende hat mich schwer an Mama's Küche
erinnert. Aber das heißt doch nicht, dass ich das gleich selber
probieren muss. Aber ich habe ja schließlich meinen Dickkopf und was
sich da einmal festsetzt schreit nach Umsetzung zur Tat.
Meinen ersten genialen Gedankengang hatte ich schon bei der
Zubereitung des Hefeteigs: Ein bis zwei Eier steht da, dann mal besser
zwei. Ganz im Sinne von "mehr schadet ja nie". Bei der Milch wollte
ich es mir dann auch nicht zu umständlich machen und habe das Volumen
einfach pi mal Daumen abgeschätzt. Na, ob das reicht? Och, ein
bisschen geht noch.
Die entstehende Masse wirkte leicht "feucht". Und die vielen kleinen
Mehl-Bröckchen sagten mir auch nicht so wirklich zu. Heftiges Rühren
hat den Zustand zwar leicht verbessert, aber es entwickelte sich ein
etwas mulmiges Gefühl.
Die Hefe ließ dann so lange auf sich warten, dass ich schon davon
ausgegangen war sie ersäuft zu haben. Aber nach nahezu einer Stunde
hatte der Teig dann überraschenderweise doch das doppelte Volumen
angenommen. Das Problem bei dieser Zeitverzögerung war allerdings mein
eigener, enger Zeitplan für den Abend. Schließlich wollte ich noch
laufen gehen, kurz duschen und dann ab auf's Kirschblütenfest. Das sah
nahezu unmachbar aus.
Wer mit mir in Heidelberg zusammen gearbeitet hat, weiß aber, dass ich
im Zeit optimieren Glanzleistungen vollbringe. Also habe ich
kurzerhand den Teig aufs Blech geschmissen, ihm klar gemacht, dass ich
jetzt eine Stunde Laufen will und er sich halt nicht zu sehr gehen
lassen sollte.
Gesagt getan. Nach der Stunde sah der Teig allerdings merkwürdig
unverändert aus. Ich hatte eigentlich schon eine Teig-überflutete
Küche erwartet. Man kennt das ja aus einschlägigen
Märchen. Egal. Mandeln bezuckern und bebuttern, rauf mit der Sauce,
Blech in den unbeheizten Backofen, Temperaturregler hoch und ab unter
die Dusche.
Kurz vor dem Verbrennen habe ich dann meine Kreation noch retten
können und war von dem Ergebnis sogar eher positiv
überrascht. Zumindest von außen sah es annehmbar aus. Innen vermutlich
noch flüssig, da ich die vorgeschriebenen 40 Minuten um ca. 15 Minuten
unterboten hatte.
Nachts um eins dann noch Pudding gekocht, natürlich auch wieder mit
Klümpchen. Egal, schließlich muss das Zeug "den Abend vorher" zwischen
den Hefeteig. Und ich war einfach zu müde um mich noch darum zu
scheren.
Und siehe da, ich wache heute morgen auf und das Zeug schmeckt wie
... in Mama's Küche. Was für ein geniales Rezept. Ein Rezept, das
verzeiht und Verständnis aufbringt. Das schafft es ganz klar in die Top
3 meines Kuchen-Repertoires.
Zum nachmachen:
Hefeteig:
500 g Mehl
20-25 g Hefe
1/4 l Milch
50-80 g Butter
50-100 g Zucker
1-2 Eier
Prise Salz
Belag:
200 g gehobelte Mandeln
100 g Butter
200 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2-4 Eßl. Milch
Mehl in eine Schüssel sieben, Mulde, Hefe mit einem Teelöffel Zucker
hinein, mit etwas lauwarmer Milch übergießen, mit etwas von dem Mehl
verrühren, so daß ein flüssiger Vorteig entsteht. 20-30 Min. gehen
lassen, nach und nach restliche Milch, weiche Butter, Zucker, Eier und
Gewürze hinzufügen, mit Rührlöffel schlagen, bis der Teig Blasen wirft
(oder kneten). Gehen lassen bis doppelt so groß. Auf gefettetes
Backblech, nochmals gehen lassen. Butter erhitzen, mit Zucker,
Vanillezucker, Mandeln verrühren, mit der Milch vermengen. Teig
bestreichen, bei 200°C 35-40 Min. backen. Dann Pudding kochen und,
wenn erkaltet, Bienenstichhälften damit füllen (eine Nacht vor
Servieren zwecks Feuchtigkeit)
(Mit vielem Dank an die Schwester :) )
Posted at: 10:46 |
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category: /deutsch/rest
Fri, 19 May 2006
Ist ja süß
Ich lese gerade einen Blog-Eintrag zu tagground, scrolle dann so
langsam den Bildschirm runter und bleibe an einem Kommentar hängen.
Dort antwortet offensichtlich der Programmierer von tagground
hocherfreut:
Ich spreche deutschen Brunnen nicht.
Nachdem mein Hirn zwei Sekunden ausgesetzt hat und sich der Satz in
irgendwelchen Windungen verliert, lese ich weiter und der nächste Satz
Ich habe http://www.freetranslation.com benutzt, ...
klärt dann die Situation.
Aber zu später Stunde bin ich offensichtlich zu träge, um darauf zu
kommen, was die automatische Übersetzung da eigentlich versucht hat zu
übersetzten. Glücklicherweise ist das Tool dumm genug, um aus dem
deutschen Wirrwarr das Original-Englisch wieder herzustellen:
I do not speak German well.
Ist das ernsthaft das derzeitige Niveau der elektronischen
Übersetzungstools? Dann dauert das wohl noch etwas mit der
Völkerverständigung.
Posted at: 01:16 |
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category: /deutsch/rest
Thu, 18 May 2006
Ein Hoch auf die Kursleitung
Gemurmel und Gebrabbel füllt den Raum.
Schweigen bei der Kursleitung.
Gemurmel und Gebrabbel füllt den Raum.
Schweigen bei der Kursleitung.
Gemurmel füllt den Raum.
Schweigen bei der Kursleitung.
Schweigen.
"Ok, jetzt einmal das Silbenspiel, bei ..."
"Das kenne ich nicht."
...
"Ok, jedes Wort besteht bei dem Spiel aus zwei Silben."
"Da war ich nicht da."
...
"Ich auch nicht."
...
...
"Also, einer beginnt mit einem Wortteil, z.B. ''Haus'' und ..."
"Ach, doch, das kenne ich doch."
...
"... und der zweite ergänzt das Wort z.B. mit 'Tür'. Dann ..."
"Ach doch, ich kann mich erinnern, da war ich doch da."
"Ne, aber ich glaube, ich nicht."
...
" ... dann, ... dann wiederholen ... "
"Achso, das mit den Silben!"
Kursleitung mit Kniefall: "Lieber Gott, bitte erhöre meine Gebete..."
Wir sind alle über dreißig. Aber es gibt Tage, da muss das einfach
raus. Und sie hat durchgehalten, eisern, bis zum Ende.
Posted at: 00:22 |
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category: /deutsch/impro
Wed, 17 May 2006
Kolab2 on Gentoo changes and forum
While the release date of Kolab-2.1 seems to get postponed to eternity
I used the last weeks to fix a few bugs and invest some work into the
apache configuration. In addition I added the
Open Ticket Request System as an optional extension.
I am going to document the new changes under the "Extensions" section
of the wiki during the next days.
Some people started reporting bugs upstream which is a little bit of a
problem since running Kolab on Gentoo is certainly not supported by
the main Kolab developers. But this indicated that there might be the
need for a better communication platform than the trac ticket
system. So I did create a Simple Machines Forum installation at
http://smf.gunnarwrobel.de. Please feel free to discuss any bugs or
possible enhancements there.
Ultimately I'd also like to have a mailing list, but this is one of
the extensions on my TODO-List and I do not have it yet.
Posted at: 12:11 |
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category: /english/technical/gentoo
Tue, 16 May 2006
Bloggt Leute, bloggt...
Als Christoph kurz vor seinem Verschwinden aus dem wunderschönen
Hamburg in das mir völlig unbekannte Darmstadt sein Blog eröffnet hat,
blieb abzuwarten, ob er es wirklich füllt. Der erste Blogger, den ich
persönlich kenne. Damit die Garantie, dass ich mitlese. Also war ich
gespannt. Und siehe da, er bloggt fleißig.
Jetzt ich muss feststellen, dass ich mir mehr Blogger aus dem
Freundeskreis wünsche. Nichts gegen die Herzdamengeschichten, die ich
immer wieder gerne empfehle, aber bei Freunden mitzulesen macht halt
nochmal extra Spass. Was muss man also tun, um Euch zu animieren? Ist
nicht so, dass ich nicht auch noch ein Blog beim Pardalys-Server
einrichten könnte. Und den ersten Leser kann ich ebenfalls
garantieren.
Posted at: 18:57 |
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category: /deutsch/rest
Mon, 15 May 2006
The next spiderman
Bei den Mitbewohnern sollte man sich grundsätzlich um einen
entspannten und vor allem toleranten Umgang bemühen. Nun wohne ich ja
eigentlich alleine und man könnte sich vorstellen, dass ich mich über
gelegentlichen Besuch freue. Aber wenn dieser Besuch konzentriert mein
Badezimmer belagert, beginnt die Toleranz zu schwinden. Dazu erscheint
der Besuch in unermesslicher Vielfalt. Winzige Spinnen, kleine
Spinnen, normale Spinnen und die Schlag-Mich-Tot-Mörder-Exemplare mit
5 cm Spannweite.
Das morgendliche, halb-blinde Tappern in Richtung Dusche ist also
mittlerweile einem etwas vorsichtigeren Vorgehen, das vor allem mit
dem Aufsetzen der Sehhilfe beginnt, gewichen. Nicht das mich gleich
jeden Morgen ein neuer Duschtassen-Besetzer begrüßen würde, aber man
wird ja schnell vorsichtig. Überhaupt habe ich festgestellt, das
selbst der kurze Spaß als Dusch-Gott Sinflut zu spielen, nur begrenzt
beruhigt. Man weiß ja nicht, wen die Spinne so in der Kanalisation
trifft, um sich im gemeinsamen Bund mit Kameraden durch die
Wasserfront zu kämpfen und dem hinterlistigen Menschen den endgültigen
Garaus zu machen. So bleibt denn nur ein getrübtes Duschvergnügen
zurück.
Es hilft also nichts. Es bleibt die Desensibilisierung. Vielleicht
habe ich aber auch besonderes Glück, wenn ich die kleinen Racker auf
mir rumkrabbeln lasse. Man weiß ja nicht, welches Exemplar man da
erwischt. Mittlerweile ist ja sowieso ein guter Prozentsatz der Natur
genmanipuliert. Wäre da nicht Hollywood, wir wüssten gar nicht, welche
faszinierenden Konsequenzen das haben kann. In diesem Sinne hoffe ich
also, das bei einem meiner Selbst-Experimente eines der niedlichen
Tiere mal herzhaft zubeißt. Und dann nähe ich mir ein enganliegendes,
blau-rotes Kostüm und schwinge mich nachts durch die
Straßenschluchten Hamburgs. Wird auch Zeit, dass mal ein ganzer Mann
diesen verweichlichten Hänfling aus den bisherigen Filmchen ersetzt.
Posted at: 23:59 |
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category: /deutsch/rest
Blogeröffnung
Jetzt blogge ich schon über ein halbes Jahr im Halbprivaten vor mich
hin. Und es sieht es so aus, als könnte ich nicht mehr davon
lassen. Zeit sich unter das öffentliche Blogger-Volk mischen. Das
zweisprachige Blog hat eine kleine Reorganisation notwendig
gemacht. Und da habe ich gleich die Gelegenheit genutzt mich
sommerlich anzupinseln. In spätestens zwei Monaten werde ich die
Orange-Töne aber vermutlich wieder satt haben. Mal sehen wie ich mich
dann farblich weiter entwickeln werde.
Posted at: 23:12 |
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category: /deutsch/rest
Thu, 11 May 2006
I am currently rearranging the site
I am once again in remodeling mood. This time I am going to add a
German blog. Since I never have enough time to work on such changes it
will be a slow process, the site will look ugly and some parts will be
broken during the switch.
Posted at: 18:22 |
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category: /english/personal
Mon, 01 May 2006
Added NX and patched glibc overlays to layman
The list of overlays supported by layman continues to grow. Today I
added Stuarts NX/FreeNX overlay as well as an overlay that provides a
glibc tweaked for amd64.
The second overlay required a small patch to layman and you will need
to upgrade to version 0.9.1 in order to use both nxsty-glibc and
nxsty-binutils.
Posted at: 08:30 |
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category: /english/technical/gentoo
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