auf.kante
Gunnar macht sich selbststaendig und fliegt auf
die Schnauze
wird erfolgreich. Wer mag darf zuschauen.
Gunnar is starting his business. He will certainly
fail succeed. You may watch.
auf.kante

Tue, 30 May 2006

Maßstäbe

Vor einiger Zeit im Nahverkehr zwischen Düsseldorf und Wuppertal. Zwei Fahrgäste scharen sich um den Schaffner.

Fahrgast 1: "Ich dachte, ich kann bei Ihnen noch ein Ticket nachlösen. Normalerweise habe ich immer ein Ticket, aber wir mussten uns beeilen."

Schaffner: "Tut mir leid, aber die Vorschriften wurden in letzter Zeit verschärft. Es steht auch draußen an den Zügen deutlich sichtbar, dass sie ein Ticket brauchen wenn sie in den Zug steigen."

Fahrgast 1: "Das geht doch sonst auch immer. Ich fahre doch sonst auch nie ohne Ticket."

Schaffner: "Wie gesagt, die Vorschriften wurden verschärft. Aber ich schreibe ihnen jetzt hier rein, dass sie sich sofort bei mir gemeldet haben. Normalerweise machen die dann nichts und wenn sie noch nie schwarz gefahren sind, dann werden sie von denen auch nichts hören."

Fahrgast 1 rückt missmutig eine Identifikation heraus, leistet noch leichten Widerstand, lässt sich aber aufschreiben. Verschwindet im Hintergrund.

Fahrgast 2: "Ich habe das gleiche Problem. Ich war in Eile. Ich habe ab Wuppertal ein Anschlußticket nach Hamburg."

Schaffner: "Lassen sie mal sehen..."

Schaffner betrachtet das Dokument lange und eingehend. Dreht und wiegt es leicht. Runzelt die Stirn.

Schaffner blickt auf, sieht zu, dass er mit dem Rücken zu Fahrgast 1 steht. Blinzelt dann frenetisch mit den Augen.

Schaffner: "Das hier ist ja inklusive City-Ticket. Das geht dann so in Ordnung."

Blinzel, blinzel.

Fahrgast 2: "Äh... Gut, danke."

Schaffner verschwindet.

Klar, ich hatte wirklich die City-Option für Wuppertal und damit vielleicht zwei von den vier zwischenliegenden Haltestellen abgedeckt. Aber hat das wirklich den Unterschied bei den "verschärften Vorschriften" ausgemacht? Oder war es vielleicht eher die Tatsache, dass ich als Fahrgast 2 den Durchschnittsdeutschen repräsentiert habe, während Fahrgast 1 der Ausländer mit marokkanischem Einschlag war?

Das ist das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit, dass mir bewusst wurde, dass ich nicht gerne Ausländer in Deutschland wäre.

Wie entscheide ich mich richtig?

Lieber Petrus,

hier nochmal die wichtigsten Take-Home-Messages aus unserem letzten gemeinsamen Seminar. Ich habe leider den Eindruck, dass sie Dir langsam wieder entgleiten.

  1. Du musst Dich entscheiden!
  2. Sich nicht zu entscheiden, bedeutet Stillstand auf dem Weg zum persönlichen Glück.
  3. Entscheiden bedeutet die Wahl einer Alternative aus mehreren. Man kann nicht alles gleichzeitig wollen.
  4. Bei den Menschen ist es wie beim Wetter: Unbeständigkeit wird nicht geliebt. Also sei kraftvoll, sicher und fest in Deinen Entscheidungen.
  5. Und wenn Du Dich dann entscheidest, bei Gott, entscheide Dich richtig und gib uns Sonne!

Herzlichst,

Dein engagierter Personal-Trainer aus der erdgebundenen Zweigstelle von Motivation & more.

Mon, 29 May 2006

New versions of libgeier and taxbird

The taxbird project released new versions of libgeier and taxbird. I updated the corresponding ebuilds. Just in time for the next round of payments :) Apparently it is now possible to electronically sign your transferred data.

Duftinternet

Könnte das Internet Gerüche transportieren, ich würde Euch den Duft von frischem Kaffee und selbstgebackenen Cantuccini schicken.

Guten Morgen, da draußen!

Sun, 28 May 2006

Die dunkle Seite der Tele Novela

Wenn man kein oder fast kein Fernsehen guckt, dann heißt das natürlich nicht, dass man bedürfnisfrei wäre. Jeder Mensch braucht die romantischen Geschichten, die das Leben schreibt. Etwas Zuckerwatte fürs Herz. Die richtige Tele Novela eben.

Nun kann (oder will) ich aber eben nicht den Fernseher für meine Bedürfnisbefriedigung einschalten. Außerdem bietet das Netz da ausreichend Unterhaltung. Und vor allem höhere Qualität.

Meine persönliche Tele Novela sind die Herzdamengeschichten. Da kann ich schmunzeln, lachen und nach Herzenslust glücklich sein. Und das auf hohem Niveau.

Was ich nicht wusste - oder vielleicht nicht bedacht habe - ist, dass keine Storyline ohne Dramatik auskommt. Und so rutscht mir doch fast das Herz in die Hose, wenn in der vorletzten Folge plötzlich ganz offen das Thema Scheidung diskutiert wird. Eine radikale Plotänderung wird einfach so in den Raum gestellt. Der nichts-ahnende Zuschauer sieht schon endlose Abfolgen belangloser One-Night-Stand Sequenzen vor dem inneren Auge ablaufen. Die monatelange Begeisterung für die tänzerische Laufbahn des geliebten Paares, das stetige Hoffen auf die Verkündung von Nachwuchs, für nichts und wieder nichts?

Das kurze Aufatmen am Ende dieser beunruhigenden Folge wird gefolgt von einem Abstecher in die düsteren Hallen des Todes. Die Qualität der Folge sei unbestritten. Melancholie und Realitätsbezug pur. Aber der Zuschauer steht natürlich jetzt vor der alles entscheidenden Frage ob Merlix der Liebe entsagt, um dann letztendlich sein Leben einsam und vergessen zu beschließen.

Oh, manchmal fällt das Warten auf die nächste Folge unendlich schwer ...

Zweier-WG

Ich hat eine positive Grundhaltung. Es hat überhaupt keine Haltung, weder eine gemütsorientierte, noch sonst irgend eine. Die beiden haben sich in den dreißig Jahren ihres Zusammenlebens eine etwas nonchalante Art des Beisammenseins angewöhnt: Wie in alternden Beziehungen häufig, ignoriert man sich geflissentlich.

Dieses, wenngleich wenig harmonische, so doch zumindest friedliche Zusammenleben hätte sicherlich nochmals die gleiche Zeitspanne andauern können. Was genau die beiden aus der Bahn geworfen hat, lässt sich schwierig nachvollziehen. Vermutlich hat sich ich, vom Schicksal gebeutelt, die positive Grundhaltung angenagt, ein wenig einsam gefühlt. Notgedrungen mal bei es angeklopft. Hallo gesagt und gefragt wie es denn so geht. Und dann, wie erwachend, das erste Mal seit langem den heruntergekommen Zustand von es wahrgenommen.

Mag ich nun anfänglich einfach nach etwas Zweisamkeit gesucht haben, wäre ich nicht ich, wenn man ich nicht mit einem Augenzwinkern als den Boss im Haus betrachten könnte. Und ich, so plötzlich in Angesicht zu Angesicht mit dem haarsträubenden Lotterleben von es, hat nicht lange gebraucht, um die Peitsche auszupacken.

Oh ja, das lief nicht ohne Streit und Tränen ab. Es zeterte, wimmerte, drohte mit Verweigerung oder dem todsicheren Auszug. Aber wenn es eines in den dreißig Jahren nicht gelernt hat, dann Widerstand. Das geruhsame Couchleben hat eben auch seinen Preis.

So hing der Haussegen eine ganze Weile schief. Ich im "Macherwahn", es leicht unterwürfig, meist gequält, manchmal schlichtweg zu Tode erschöpft. Bis ich, leicht mitleidig, manchmal widerstrebend aber doch immer häufiger der Peitsche ein wenig Zucker hinzugefügt hat. In ganz privaten, zweisamen Momenten den Blick musternd, manchmal fast zärtlich über Schultern und Arme gleiten lässt. Anerkennend nickt und es zwingt ob dieses Anblicks die Mundwinkel nach oben zu ziehen. Denn ob es will oder nicht, diese Figur hat es in dreißig Jahren noch nie gemacht.

In diesen kurzen, glücklichen Momenten muss ich sich doch immer leicht beherrschen. Den Blick bloß nicht weiter nach unten Richtung Hüfte gleiten lassen. Nicht gleich den nächsten Streit vom Zaun brechen. Jede Beziehung, und mag sie noch so alt sein, braucht Raum für Entwicklung.

Aber es wäre wohl auch nicht es, wenn es nicht ab und zu in Saus und Braus seine Triumphe feiern würde. Abends, auf dem Sofa, wenn ich halb-komatös und benommen auf dem Sofa liegt. Wenn es die Hand nur Millimeter bewegen muss, um in die beruhigend knisternde Chipstüte zu greifen. Wenn es danach auch noch den Rest der Gummibärchen verzehren darf, um ich letztendlich in ein süßes, umzuckertes Glücks-Koma zu schicken.

Aber mittlerweile gehen die beiden wieder recht natürlich mit einander um. Man kennt seine Stärken und Schwächen. Ich kommt abends schnell nochmal auf die Idee Bälle durch die Luft zu werfen. Es, in langer Erwartung auf das gemeinsame Abendessen, reißt brutal die Stimmung auf den Tiefpunkt. Bohrt seine Krallen in den Unterleib, täuscht Zucker-Mangel vor und lässt im Äußersten die Hände zittrig erscheinen. Ich, unkonzentriert, fahrig, greift immer häufiger ins Leere und gibt schließlich entnervt auf. Nur manchmal, manchmal ist ich sadistisch. Beginnt angesichts der Qualen von es zu grinsen. Kein freundliches Grinsen. Zwingt es in die Schuhe, treibt es nach draußen, gibt es die Sporen. Denn es hat eine Laufschwäche. Seit Jahren schon. Da kann es machen was es will, wenn es darum geht die letzten Kräfte beim Laufen in hormonelle Glückszustände umzuwandeln, kennt es keine Grenze. So treibt ich es bis zum Äußersten, erringt den endgültigen Sieg. Es, dem gefühlten Tode nahe, liegt dann nur noch ermattet in der Ecke, nicht einmal die Kraft nach Essen zu verlangen ist noch verblieben. Nur ab und zu ein sanfter Schubs an ich, Richtung Koma. Später, später wird sich es allerdings erinnern. Was soll man sagen, die beiden lieben sich, aber die Beziehung ist nicht einfach.

Ich hat mittlerweile wieder seine positive Grundhaltung. Sogar es hat jetzt etwas Haltung. Und wenn sich eines geändert hat, dann dass wieder Leben in der Bude ist.

Sat, 27 May 2006

Layman 1.0.0

The management of the central list of overlays for layman has now been taken over by the Gentoo Overlays team. In addition there have been requests to allow using several such overlay lists so that you can easily extend the central list with your personal collection of overlays. This has now been implemented in layman-1.0.0.

The list at the old url in my dev-space will not be maintained much longer, so you need to update the tool to get a fresh list of overlays. Please direct requests for additions/deletions/updates to the global list of overlays to overlays@gentoo.org from now on.

If there are no major bugs discovered in this version, we are going to mark the tool stable soon.

Fri, 26 May 2006

GroßBlogReineMachen

Da derzeit konstant über 200 Nachrichten aus anderen Blogs ungelesen in meinem E-Mail-Programm herumlungern muss ein bisschen Kahlschlag her. Don Dahlmann und MC Winkel als OpelBlogger haben es mir da schon mal einfach gemacht: Peinliche Aktion sein Blog als Opel-Werbeplattform um zu funktionieren.

Ein paar Hamburger habe ich auch noch gekillt, obwohl es schon ein wenig schwierig ist sich von Blogs zu trennen, die man länger gelesen hat.

Ob die Aktion den Blog-Berg jetzt schmelzen lässt sei noch dahin gestellt. Denn beim Durchstöbern des Hamburger Blogplanes bin ich noch auf die Nachtschwester mit diesem Eintrag gestoßen und musste einfach lachen. Auch ansonsten nette Schreibe, also wieder ein Blog mehr.

Thu, 25 May 2006

Ein kurzer Moment

Während ich so am Monitor vor mich hin arbeite, passiert es durchaus häufiger, dass in der Peripherie meines Gesichtsfeldes Menschen vorüber huschen. Nichts besonderes, schließlich steht mein Schreibtisch ja fast auf dem Bürgersteig. Wie es so mit allem Alltäglichen ist, nimmt man es schon nach kurzer Zeit nicht mehr wahr.

Dafür wandern die Augen umso schneller vom Monitor weg, wenn die Bewegung von der gewohnten Norm abweicht. So z.B. das Kleinkind, das völlig entnervt von seinen Windeln kurz anhält, sich seiner Hose und Pampers entledigt, um fröhlich strahlend weiter zu laufen. Sekunden später die hektische Mutter, die hinterher eilt und mit fuchtelnden Armen versucht den letzten Anschein von Sitte und Anstand zu bewahren.

Heute dann eine Gestalt, die ihren Schritt plötzlich verlangsamt und so meinen Blick nach Links wandern lässt. Eine hübsche Frau guckt zum Fenster herein und betrachtet mich. Soweit nichts besonderes. Menschen sind schließlich neugierig und Wohnungen im Erdgeschoss bieten ja ab und an interessante Einblicke in das Leben anderer Leute. Trifft sich der Blick werden die Augen natürlich mit dem Gefühl ertappt worden zu sein abgewandt, und man eilt weiter.

Die Frau lächelt mich fröhlich an und verlangsamt noch etwas mehr. Schon eher ungewöhnlich. Als sie dann auch noch beginnt mir strahlend zu zuwinken, bin ich leicht perplex. Nicht, dass ich mir das nicht als Standardreaktion von Frauen wünschen würde. Aber Traum und Realität sind immer noch zwei von einander getrennte Welten.

Und schon ist der Moment vorbei. Alles was ich von meiner Seite auf die Reihe gebracht habe, war ein selten dämlicher Blick und ein kurzes Nicken.

Ich habe dann noch ein bisschen gebraucht, um den Moment geistig weiter zu verarbeiten. Wenn ich auch manchmal etwas langsam sein mag, es ist mir noch gelungen einen Reim auf die Situation zu machen.

An Stephanie Möller, irgendwo in Hamburg (es gibt Menschen die spuckt einem Google nicht aus .... ungewohnt):

Ich bin leider nicht der Schnellste mit meinen Reaktionen. Solltest Du nochmal in der Gegend sein, entweder den Schritt weiter verlangsamen ;) oder einfach kurz klingeln. Du bist jederzeit herzlich auf einen Kaffee eingeladen.

Mir gefällt es nämlich weiterhin wunderbar in der Wohnung und ich war froh, dass es mit der Wohnungssuche in Hamburg so unproblematisch war. Und wenn ich meine Ex-Maklerin nicht sofort erkenne ist das kein Zeichen der Missachtung :)

Liebe Grüße,

Gunnar

Mon, 22 May 2006

Layman updates

Recent updates on the global list of overlays that layman uses included fixes to the java-experimental and java-migration overlays, addition of the musicbrainz overlay and removal of the outdated xgl-coffee overlay.

Please don't hesitate to contact me concerning any updates on this global list. Especially if overlays are outdated. I have no interest in hurting our users by feeding them crappy ebuilds.

Once overlays.gentoo.org will be up and running the central list of overlays will be taken over by the overlays team and it will get a more "official" location. Hopefully that will happen soon.

And thanks to the person that wrote the tips and tricks section of today's GWN. Was positively surprised to see it featured in there.

Finished reorganizing

Completed the rearrangement of the site. It will hopefully stay like this for a while.

The pyblosxom-plugins ebuild got updated and I managed to add a calendar so that older entries are available, too. Still some minor features missing to have everything I would like to have in my blog but this has time.

Back to work.

Relaxed

Keinen Plan, ob ich den Musiker nun kenne, er Teil des Projektes ist oder was Grischa mit seiner letzten Mail eigentlich ausdrücken wollte. Ist auch egal, denn das Zeug ist gut. Wer elektronische Musik mag ist hier zu Hause: Chungo - #018 - behold a pale horse.

Runterladen, anhören!

(Kudos an Grischa)

Sun, 21 May 2006

Wortfetzen

Dieser Koka-Wein ist etwas ganz Besonderes. Er hilft vor allem gegen Depressionen.

10 Elemente eines perfekten Tages

In keiner besonderen Reihenfolge:

  • singen, obwohl man nicht singen kann
  • in der Nacht lachen
  • gelobt werden
  • sich etwas verlieben
  • nervös sein und wieder runter kommen
  • nachts, im Nirgendwo, ein dunkles Haus betreten
  • eine Blume geschenkt bekommen
  • erschöpft sein
  • tanzen
  • Applaus bekommen

Sat, 20 May 2006

Backen ist Präzisionsarbeit

Kochen ist einfach. Ein wenig schnibbeln, alles in einen Pott werfen, Feuer machen, umrühren, nachsalzen und fertig. Solange man nicht grob fahrlässig handelt, ist das Resultat üblicherweise genießbar.

Nicht so beim Backen. Da sind Fehler unverzeihbar und die kleinste Unachtsamkeit endet meist in einer, manchmal faszinierenden, Katastrophe. Ich kann mich schon gar nicht mehr daran erinnern, wie viele Endzustände von Tiramisu ich schon kennen gelernt habe. Das Bröckchen-Tiramisu war sicherlich der Tiefpunkt meiner Karriere, aber die schwimmenden Bisquitlöffel in Mascarpone-Sauce lassen mein Herz auch immer wieder höher schlagen.

Wenn dann nun nach längerer Zeit mal wieder ein Kuchen gefordert wird, dann kann ich selbst kaum beantworten, warum ich auf die Idee komme "mal was Neues" auszuprobieren. Ja, natürlich, der Bienenstich meiner Schwester am letzten Wochenende hat mich schwer an Mama's Küche erinnert. Aber das heißt doch nicht, dass ich das gleich selber probieren muss. Aber ich habe ja schließlich meinen Dickkopf und was sich da einmal festsetzt schreit nach Umsetzung zur Tat.

Meinen ersten genialen Gedankengang hatte ich schon bei der Zubereitung des Hefeteigs: Ein bis zwei Eier steht da, dann mal besser zwei. Ganz im Sinne von "mehr schadet ja nie". Bei der Milch wollte ich es mir dann auch nicht zu umständlich machen und habe das Volumen einfach pi mal Daumen abgeschätzt. Na, ob das reicht? Och, ein bisschen geht noch.

Die entstehende Masse wirkte leicht "feucht". Und die vielen kleinen Mehl-Bröckchen sagten mir auch nicht so wirklich zu. Heftiges Rühren hat den Zustand zwar leicht verbessert, aber es entwickelte sich ein etwas mulmiges Gefühl.

Die Hefe ließ dann so lange auf sich warten, dass ich schon davon ausgegangen war sie ersäuft zu haben. Aber nach nahezu einer Stunde hatte der Teig dann überraschenderweise doch das doppelte Volumen angenommen. Das Problem bei dieser Zeitverzögerung war allerdings mein eigener, enger Zeitplan für den Abend. Schließlich wollte ich noch laufen gehen, kurz duschen und dann ab auf's Kirschblütenfest. Das sah nahezu unmachbar aus.

Wer mit mir in Heidelberg zusammen gearbeitet hat, weiß aber, dass ich im Zeit optimieren Glanzleistungen vollbringe. Also habe ich kurzerhand den Teig aufs Blech geschmissen, ihm klar gemacht, dass ich jetzt eine Stunde Laufen will und er sich halt nicht zu sehr gehen lassen sollte.

Gesagt getan. Nach der Stunde sah der Teig allerdings merkwürdig unverändert aus. Ich hatte eigentlich schon eine Teig-überflutete Küche erwartet. Man kennt das ja aus einschlägigen Märchen. Egal. Mandeln bezuckern und bebuttern, rauf mit der Sauce, Blech in den unbeheizten Backofen, Temperaturregler hoch und ab unter die Dusche.

Kurz vor dem Verbrennen habe ich dann meine Kreation noch retten können und war von dem Ergebnis sogar eher positiv überrascht. Zumindest von außen sah es annehmbar aus. Innen vermutlich noch flüssig, da ich die vorgeschriebenen 40 Minuten um ca. 15 Minuten unterboten hatte.

Nachts um eins dann noch Pudding gekocht, natürlich auch wieder mit Klümpchen. Egal, schließlich muss das Zeug "den Abend vorher" zwischen den Hefeteig. Und ich war einfach zu müde um mich noch darum zu scheren.

Und siehe da, ich wache heute morgen auf und das Zeug schmeckt wie ... in Mama's Küche. Was für ein geniales Rezept. Ein Rezept, das verzeiht und Verständnis aufbringt. Das schafft es ganz klar in die Top 3 meines Kuchen-Repertoires.

Zum nachmachen:

Hefeteig:

500 g Mehl 20-25 g Hefe 1/4 l Milch 50-80 g Butter 50-100 g Zucker 1-2 Eier Prise Salz

Belag:

200 g gehobelte Mandeln 100 g Butter 200 g Zucker 1 Päckchen Vanillezucker 2-4 Eßl. Milch

Mehl in eine Schüssel sieben, Mulde, Hefe mit einem Teelöffel Zucker hinein, mit etwas lauwarmer Milch übergießen, mit etwas von dem Mehl verrühren, so daß ein flüssiger Vorteig entsteht. 20-30 Min. gehen lassen, nach und nach restliche Milch, weiche Butter, Zucker, Eier und Gewürze hinzufügen, mit Rührlöffel schlagen, bis der Teig Blasen wirft (oder kneten). Gehen lassen bis doppelt so groß. Auf gefettetes Backblech, nochmals gehen lassen. Butter erhitzen, mit Zucker, Vanillezucker, Mandeln verrühren, mit der Milch vermengen. Teig bestreichen, bei 200°C 35-40 Min. backen. Dann Pudding kochen und, wenn erkaltet, Bienenstichhälften damit füllen (eine Nacht vor Servieren zwecks Feuchtigkeit)

(Mit vielem Dank an die Schwester :) )

Fri, 19 May 2006

Ist ja süß

Ich lese gerade einen Blog-Eintrag zu tagground, scrolle dann so langsam den Bildschirm runter und bleibe an einem Kommentar hängen. Dort antwortet offensichtlich der Programmierer von tagground hocherfreut:

Ich spreche deutschen Brunnen nicht.

Nachdem mein Hirn zwei Sekunden ausgesetzt hat und sich der Satz in irgendwelchen Windungen verliert, lese ich weiter und der nächste Satz

Ich habe http://www.freetranslation.com benutzt, ...

klärt dann die Situation.

Aber zu später Stunde bin ich offensichtlich zu träge, um darauf zu kommen, was die automatische Übersetzung da eigentlich versucht hat zu übersetzten. Glücklicherweise ist das Tool dumm genug, um aus dem deutschen Wirrwarr das Original-Englisch wieder herzustellen:

I do not speak German well.

Ist das ernsthaft das derzeitige Niveau der elektronischen Übersetzungstools? Dann dauert das wohl noch etwas mit der Völkerverständigung.

Thu, 18 May 2006

Ein Hoch auf die Kursleitung

Gemurmel und Gebrabbel füllt den Raum.

Schweigen bei der Kursleitung.

Gemurmel und Gebrabbel füllt den Raum.

Schweigen bei der Kursleitung.

Gemurmel füllt den Raum.

Schweigen bei der Kursleitung.

Schweigen.

"Ok, jetzt einmal das Silbenspiel, bei ..."

"Das kenne ich nicht."

...

"Ok, jedes Wort besteht bei dem Spiel aus zwei Silben."

"Da war ich nicht da."

...

"Ich auch nicht."

...

...

"Also, einer beginnt mit einem Wortteil, z.B. ''Haus'' und ..."

"Ach, doch, das kenne ich doch."

...

"... und der zweite ergänzt das Wort z.B. mit 'Tür'. Dann ..."

"Ach doch, ich kann mich erinnern, da war ich doch da."

"Ne, aber ich glaube, ich nicht."

...

" ... dann, ... dann wiederholen ... "

"Achso, das mit den Silben!"

Kursleitung mit Kniefall: "Lieber Gott, bitte erhöre meine Gebete..."

Wir sind alle über dreißig. Aber es gibt Tage, da muss das einfach raus. Und sie hat durchgehalten, eisern, bis zum Ende.

Wed, 17 May 2006

Kolab2 on Gentoo changes and forum

While the release date of Kolab-2.1 seems to get postponed to eternity I used the last weeks to fix a few bugs and invest some work into the apache configuration. In addition I added the Open Ticket Request System as an optional extension.

I am going to document the new changes under the "Extensions" section of the wiki during the next days.

Some people started reporting bugs upstream which is a little bit of a problem since running Kolab on Gentoo is certainly not supported by the main Kolab developers. But this indicated that there might be the need for a better communication platform than the trac ticket system. So I did create a Simple Machines Forum installation at http://smf.gunnarwrobel.de. Please feel free to discuss any bugs or possible enhancements there.

Ultimately I'd also like to have a mailing list, but this is one of the extensions on my TODO-List and I do not have it yet.

Tue, 16 May 2006

Bloggt Leute, bloggt...

Als Christoph kurz vor seinem Verschwinden aus dem wunderschönen Hamburg in das mir völlig unbekannte Darmstadt sein Blog eröffnet hat, blieb abzuwarten, ob er es wirklich füllt. Der erste Blogger, den ich persönlich kenne. Damit die Garantie, dass ich mitlese. Also war ich gespannt. Und siehe da, er bloggt fleißig.

Jetzt ich muss feststellen, dass ich mir mehr Blogger aus dem Freundeskreis wünsche. Nichts gegen die Herzdamengeschichten, die ich immer wieder gerne empfehle, aber bei Freunden mitzulesen macht halt nochmal extra Spass. Was muss man also tun, um Euch zu animieren? Ist nicht so, dass ich nicht auch noch ein Blog beim Pardalys-Server einrichten könnte. Und den ersten Leser kann ich ebenfalls garantieren.

Mon, 15 May 2006

The next spiderman

Bei den Mitbewohnern sollte man sich grundsätzlich um einen entspannten und vor allem toleranten Umgang bemühen. Nun wohne ich ja eigentlich alleine und man könnte sich vorstellen, dass ich mich über gelegentlichen Besuch freue. Aber wenn dieser Besuch konzentriert mein Badezimmer belagert, beginnt die Toleranz zu schwinden. Dazu erscheint der Besuch in unermesslicher Vielfalt. Winzige Spinnen, kleine Spinnen, normale Spinnen und die Schlag-Mich-Tot-Mörder-Exemplare mit 5 cm Spannweite.

Das morgendliche, halb-blinde Tappern in Richtung Dusche ist also mittlerweile einem etwas vorsichtigeren Vorgehen, das vor allem mit dem Aufsetzen der Sehhilfe beginnt, gewichen. Nicht das mich gleich jeden Morgen ein neuer Duschtassen-Besetzer begrüßen würde, aber man wird ja schnell vorsichtig. Überhaupt habe ich festgestellt, das selbst der kurze Spaß als Dusch-Gott Sinflut zu spielen, nur begrenzt beruhigt. Man weiß ja nicht, wen die Spinne so in der Kanalisation trifft, um sich im gemeinsamen Bund mit Kameraden durch die Wasserfront zu kämpfen und dem hinterlistigen Menschen den endgültigen Garaus zu machen. So bleibt denn nur ein getrübtes Duschvergnügen zurück.

Es hilft also nichts. Es bleibt die Desensibilisierung. Vielleicht habe ich aber auch besonderes Glück, wenn ich die kleinen Racker auf mir rumkrabbeln lasse. Man weiß ja nicht, welches Exemplar man da erwischt. Mittlerweile ist ja sowieso ein guter Prozentsatz der Natur genmanipuliert. Wäre da nicht Hollywood, wir wüssten gar nicht, welche faszinierenden Konsequenzen das haben kann. In diesem Sinne hoffe ich also, das bei einem meiner Selbst-Experimente eines der niedlichen Tiere mal herzhaft zubeißt. Und dann nähe ich mir ein enganliegendes, blau-rotes Kostüm und schwinge mich nachts durch die Straßenschluchten Hamburgs. Wird auch Zeit, dass mal ein ganzer Mann diesen verweichlichten Hänfling aus den bisherigen Filmchen ersetzt.

Blogeröffnung

Jetzt blogge ich schon über ein halbes Jahr im Halbprivaten vor mich hin. Und es sieht es so aus, als könnte ich nicht mehr davon lassen. Zeit sich unter das öffentliche Blogger-Volk mischen. Das zweisprachige Blog hat eine kleine Reorganisation notwendig gemacht. Und da habe ich gleich die Gelegenheit genutzt mich sommerlich anzupinseln. In spätestens zwei Monaten werde ich die Orange-Töne aber vermutlich wieder satt haben. Mal sehen wie ich mich dann farblich weiter entwickeln werde.

Thu, 11 May 2006

I am currently rearranging the site

I am once again in remodeling mood. This time I am going to add a German blog. Since I never have enough time to work on such changes it will be a slow process, the site will look ugly and some parts will be broken during the switch.

Mon, 01 May 2006

Added NX and patched glibc overlays to layman

The list of overlays supported by layman continues to grow. Today I added Stuarts NX/FreeNX overlay as well as an overlay that provides a glibc tweaked for amd64.

The second overlay required a small patch to layman and you will need to upgrade to version 0.9.1 in order to use both nxsty-glibc and nxsty-binutils.